Meine Bücher 2010

51 Bücher hatte ich auf meiner Liste, tatsächlich gelesen hab‘ ich 43, eins lese ich gerade noch und drei hab‘ ich nicht mehr geschafft, weil sie irgendwo in meinen Umzugskartons verschwunden sind. Zwischen Frauenliteratur, Klassikern und historischen Romanen haben sich auch Sachbücher und ein paar französische Werke dazwischengemogelt. Die Mischung war auf jeden Fall gut!

Zum ersten Mal waren auch diverse Lebensratgeber dabei, aber davon hatte ich jetzt glaube ich erstmal genug. Nicht gezählt hab‘ ich die gefühlten Tonnen an Fachliteratur für meine Diplomarbeit, wobei mir das Buch über die Lebensverhältnisse in Flandern ab dem 17. Jahrhundert echt gut gefallen hat, weil man sich einfach gut in das alltägliche Leben der Menschen einfühlen konnte.

Mein Vorsatz für 2011: Ein bisschen mehr anspruchsvolle Literatur und mehr fremdsprachiges (Stichwort Originalausgaben von Klassikern). Heute hab‘ ich zum Beispiel die Penguin Classics in der Buchhandlung gesehen, bei 2,50€ für einen dicken Schmöker hüpft ja mein Sparherz, da werde ich in den nächsten Tagen nochmal gucken gehen.

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Der April

Huch, wo ist denn der letzte Monat geblieben? So lange hab‘ ich drauf gewartet und mich auf New York gefreut, und schon ist wieder alles vorbei… Aber da war ja noch mehr:

  • Der Monat begann gleich mit einem wunderschönen Abend mit einer guten Freundin, der unerwartet lang wurde und neben tollem Essen auch mit tiefgründigen Gesprächen angereichert war. Man sollte sich öfter Zeit für sowas nehmen!
  • Dann kam New York, Niagara und Washington. Tolle Tage mit wenigen negativen Eindrücken. Dafür lange Gesprächen mit meiner Schwester mitten in der Nacht, lustige Fotos an den Sehenswürdigkeiten und viele Eindrücke von einer doch nicht so anderen Welt.
  • Der Moment, als klar wurde, dass wir nicht zurückfliegen können. Meiner Schwester und mir war es dank Informationen per SMS und aus dem Internet schon früher klar als dem Rest der Gruppe. Aber als dann der 29. als Abflugtag genannt wurde, wurde mir schon anders. Umso positiver dann meine Erfahrungen mit der Hotline der Fluglinie, als „Assistentin“ der Reiseleiterin sollte ich da immer anrufen und war am Ende positiv überrascht von meinen Sprachkenntnissen (nur das internationale Alphabet sollte ich nochmal wiederholen…)
  • Unvergesslich: Der Augenblick, als die Maschine in New York abhob, drei Tage früher als geplant.
  • Noch besser: Die Reaktion von Schatzi, als ich plötzlich bei ihm im Zimmer stand. Und der Abend, an dem er mich am liebsten gar nicht mehr losgelassen hätte 🙂
  • Und zum Abschluss noch der gestrige Nachmittag. Zu erfahren, dass unser Projekt genehmigt wurde UND dass ich dabei mit eingeplant bin – das tut dem Ego gut!

Zu meinem Arbeitsfortschritt sag‘ ich jetzt mal lieber nix…

Der März…

… ist ja schon vorbei! Huch, da fehlt doch noch ein kleiner Rückblick auf den Monat 🙂

Kurz zusammengefasst:

  • Insgesamt hab‘ ich drei Vorbereitungskurse für Bewerbungsgespräche und Assessment-Center absolviert, das sollte jetzt erstmal genug sein, bis es wirklich soweit ist
  • Außerdem war ich eine Woche Daten sammeln in Belgien und bin kein einziges Mal gefragt worden, wo ich herkomme!
  • Ich hab‘ in zweieinhalb Wochen Russisch gelernt. Okay, ausbaufähig sind meine Kenntnisse definitiv noch, aber ich konnte heute zwei Radfahrern Platz machen, die an mir vorbeifuhren, weil ich verstanden habe, dass sie links abbiegen wollten.
  • Und dann hab‘ ich noch jede Menge Geld in den verschiedensten Läden gelassen. Aber es waren alles richtig tolle Sachen: eine Übergangsjacke, eine Bluse, Ballerinas, zwei Brillen, ein Blazer, … Muss ich bei Gelegenheit nochmal fotografisch festhalten.

Ja, und ein bisschen bin ich auch mit meiner Diplomarbeit weitergekommen. Zwar habe ich langsam das Gefühl, dass mir die Zeit davon rennt, aber ich kenn‘ mich ja inzwischen gut genug und weiß, dass der richtige Motivationsschub eh erst kommt, wenn’s knapp wird :DD

Auch der April wird nicht langweilig werden, ich freu mich drauf!

Gesund und wehmütig

Wie das zusammen passt? Ganz einfach:

1. Mein Müsli ist ja vor ein paar Tagen angekommen, und seitdem bin ich total im Schoko-Schock-Rausch. Das ist wirklich verdammt lecker! Wobei man das gesund wohl eher in Anführungsstriche packen müsste 😉

2. Ja, und wehmütig, weil mir vorhin aufgefallen ist, wie viel ich mit meinem Lappi schon erlebt habe. Wieviel Liebe, Lust und Frust ich mit ihm erlebt habe. Wie viele Stunden wir in den verschiedensten Städten und Ländern zusammen verbracht haben. Natürlich ist es nur eine Maschine. Aber der Laptop war das erste größere elektronische Gerät, was mir wirklich ganz alleine gehört hat. Auch wenn er zickt und so langsam an seine Grenzen stößt – er ist mir ganz schön ans Herz gewachsen in den letzten 58 Monaten. Wow! Meine längste Beziehung ;D

Ich…

… ach ich weiß auch nicht. Ich glaub‘ ich hab‘ Fernweh… Ich lese grad den zweiten Teil der Biographie von Roald Dahl. Echt zu empfehlen, der hat einiges erlebt. Also nicht dass ich mit ihm tauschen wollte, Bomberpilot wäre dann doch nicht so mein Ding.

Aber irgendwie… Der hat viele Sachen einfach gemacht, ohne groß über die Konsequenzen nachzudenken. Hat eine Stelle in Afrika angenommen (und das vor 70 Jahren!), Abenteuer erlebt. Manchmal wäre ich glaube ich gerne ein bisschen, tja wie sag‘ ich das? Nicht spontaner, abenteuerlustiger einfach. Nicht immer nur über die Zukunft nachdenken, über das was schief gehen könnte, über die Konsequenzen für die Zukunft.

Ach, aber trotzdem will ich irgendwie weg. In den letzten Tagen denke ich ständig an meine Zeit im Ausland. Auch wenn ich da meinen Alltag hatte, irgendwie war es doch aufregender als hier. Mir fehlt grad die Abwechslung, die Herausforderung. Okay, meine Klausur übermorgen IST eine Herausforderung, aber so etwas meine ich nicht.

Ich brauche wohl mal viiiiel Zeit um einfach nur über die Zukunft nachzudenken. Ich will nicht irgendwann mit dem Studium fertig sein, arbeiten und dann merken, dass ich viele Sachen vorher noch hätte erleben wollen.

The only way to find the limits of the possible is
by going beyond them to the impossible.

Arthur C. Clarke

Ich auch, ich auch!

Überall finden sich persönliche Jahresrückblicke, da will ich natürlich nicht zurückstehen. Mein alter Kalender ist zwar gerade unauffindbar, aber ich denke, dass ich auch so noch einiges zusammbekommen werde.

Das Jahr 2007

Januar
Der Januar begann mit dem Ende einer Freundschaft. Still und leise ist der Kontakt eingeschlafen und von keiner Seite reanimiert worden. Das war wohl der Lauf der Zeit. Schade! Ansonsten hab‘ ich gelernt, gelernt und gelernt, wenn ich mir meine Blogeinträge aus dem Monat so angucke.

Februar
Das Lernen hörte nicht auf, aber wenigstens ein paar Uni-freie Tage waren drin. Außerdem neuer Kontakt zu alten Bekannten und dann doch wieder ein Rückzieher meinerseits. Kleine Lebenskrise bezüglich des Single-Daseins. Dafür ein neues Anhimmel-Objekte gefunden. Auch wenn der das wohl nie bemerkt hat.

März
Eine geniale Woche in Strassburg stand auf dem Programm, mit einmaligen Erfahrungen, der Erkenntnis, dass mein Weg der richtige ist, und neuen Verehrern. Außerdem waren die Konzerte mit dem Chor, auch wirklich tolle Momente und ein Gefühl der Gemeinschaft. Eine gute Freundin hat mich besucht, eine andere habe ich mit meinem Tun ziemlich verärgert (was sich aber glücklicherweise wieder gelegt hat).

April
Treffen mit dem, den ich nie wiedersehen wollte. Ansonsten schöne Tage in Berlin. Dann das perfekte Chaos. Dass Männer nicht nachdenken können, bevor sie handeln… Mir bricht man das Herz nicht mehr so schnell!

Mai
Ein tolles Wochenende in Aachen und eine Versöhnung fanden im Mai statt. Außerdem Party in Köln und meine erstes RL-Treffen mit einem Blogger: foggy! Und vier Kilo Haribo als Lernration… Das stand nämlich auch wieder auf dem Programm, und das nicht zu knapp. Außerdem hab‘ ich meine Niederländisch-Prüfungen erfolgreich bestanden.

Juni
Ein toller Tag in Brüssel, viele Klausuren und verrückte Aktionen. Besuch vom Nebelmann und anderen, endlich frei und Zeit zum Fotos einkleben.

Juli
Shoppen und Reisen haben den Juli charakterisiert. Meine Noten waren überraschend gut (ob sie das nach der Umrechnung ins deutsche System immer noch sind wird sich im nächsten Jahr zeigen) und die Ausflüge zum Europaparlament und in diverse Städte der Umgebung haben sich (nicht nur um des Einkaufens Willen) echt gelohnt. Mitte Juli dann der endgültige Abschied, leicht war’s nicht. Aber eine Woche in Italien hat mich gut vom Trennungsschmerz abgelenkt, danach folgte dann noch eine stressige (aber erfolgreiche) Zimmersuche.

August
Praktikum, viel mehr war im August eigentlich nicht. Ach halt, doch, mein Geburtstag… Der ist irgendwie ziemlich untergegangen, obwohl das Nachfeiern mit Besuch aus der Ferne dann doch noch richtig nett war.

September
Keine Zeit zum Bloggen, dafür war ich mit meinem Praktikumsunternehmen auf einer Messe, was mir großen Spaß gemacht hat. Trotzdem war ich am Ende froh, dass alles vorbei war, mein Traumjob für ein ganzes Leben war das auf jeden Fall nicht. Danach dann Umzugsvorbereitungen.

Oktober
Ein neuer Anfang in der alten Heimat. Vieles war ungewohnt, chaotisch, anstrengend. Und enttäuschend, denn so wirklich hat sich niemand über meine Rückkehr gefreut – oder sie können es alle nur nicht zeigen. Zumindest saß ich ziemlich häufig abends allein in meinem Zimmer, wenn ich eigentlich lieber Gesellschaft gehabt hätte. Auch ansonsten viele Aufs und Abs im Oktober, und viele neue Bekanntschaften.

November
Teil 1 der Typveränderung ist abgeschlossen: neue Haarfarbe und neue Frisur. Ansonsten viel Ärger mit „Freunden“, dafür positive Nachrichten an der Uni.

Dezember
Wo ist der eigentlich geblieben? Der Dezember ist super schnell vergangen, nicht zuletzt wegen den zusätzlichen Wochenstunden durch mein letztes Politik-Seminar für’s Grundstudium, was erst Mitte Dezember begonnen hat. Weihnachten war schön und ruhig, seitdem bin ich eigentlich nur noch mit meinen beiden Referaten beschäftigt. Und grüble ein bisschen.

Das hier hab‘ ich in meinem Jahresrückblick 2006 geschrieben:

Ich weiß zwar noch nicht wie, aber 2007 werde ich glücklich werden und Erfolg haben. Dieses Jahr habe ich viel zu viel Kraft darauf verwendet, andere zu unterstützen und für sie da zu sein, und zurück kam nichts. Also muss ich wohl egoistischer handeln und mich nicht mehr von meinem Weg abbringen lassen…

Insgesamt gesehen hab‘ ich das wohl auch geschafft, auch wenn ich manchmal nah dran war aufzugeben. Es geht aufwärts, und so soll es auch 2008 weitergehen. Mit euch!

Wieder daheim

Nach einem anstrengenden, interessanten und zeitweise auch schockierenden Wochenende bin ich jetzt wieder zu Hause. Die Fahrt war wirklich klasse und die Gruppe sehr harmonisch. Und der Wellness-Bereich im Panorama-Bad sehr entspannend 😉 Trotzdem freu ich mich jetzt auf mein eigenes Bett, denn die dort waren doch ein wenig eng und unbequem.

Und morgen beginnt dann die erste richtige Uni-Woche mit vollem Programm: Besuch meiner Mutter / Geburtstag meines Opas, Kinobesuch, Wochenendseminar und allen möglichen Vorlesungen. Aber ich freu mich!