Die Sache mit dem Zuhören

Samstag morgen, kurz nach halb zehn. Während ich schnell die letzten Sachen zusammenpacke und mich anziehe, räumt Schatzi in aller Seelenruhe das Geschirr in die Spülmaschine. Zwanzig vor zehn. „Ich geh‘ dann schon mal vor und kauf die Fahrkarte!“ Als ich am Bahnhof ankomme, steht das Signal schon auf grün. Fast zehn vor zehn. Zum Glück kenne ich mich inzwischen mit dem Automaten aus, ich will gerade meine Karte reinschieben, da fährt der Zug ein. „Das reicht nicht!“ informiert mich eine Frau, die gerade einsteigt. Tja, das tut es in der Tat nicht – aber was soll ich auch im Zug, wenn meine Begleitung nicht da ist?! Der Zug fährt ohne mich ab, immerhin hab‘ ich jetzt die Fahrkarte. Auf meinen Anruf reagiert Monsieur nicht, kommt aber um fünf vor total entspannt am Bahnsteig an. Und sieht mich entgeistert an, als ich ihm mitteile, dass der Zug um zehn vor gefahren ist… „Ich dachte, der fährt um zehn…“ Männer!

Mit fünfmal Umsteigen kamen wir dann doch noch pünktlich am Zwischenziel an und konnten unsere Mitfahrer einsammeln. Am Ziel trennten sich unsere Wege – während die anderen in einer Turnhalle nächtigen wollten, hatten wir dekadent ein Doppelzimmer im Hostel 😉

Nachmittags gab’s ein Wiedersehen mit einer alten Freundin und köstlichen Kaffee in der besten Mensa Deutschlands (2010). Und abends ging’s dann hierhin, um das Tanzbein zu schwingen:

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Der Heimweg war leider ein bisschen feucht und die Nachtruhe nicht ganz so ungestört wie erhofft (eine Teenie-Party in der Tanzschule unter dem Hostel), aber wir konnten uns trotzdem gut erholt über das Frühstück hermachen, was überraschend reichhaltig war. Das Hostel ist echt einen Besuch wert! Da das Wetter so schön war, beschlossen wir, einen kleinen Spaziergang zu machen.

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Ich wusste ja nicht, dass es da soooo steil raufgeht! Aber die Aussicht war toll, und es war so warm, dass man ohne Jacke dasitzen konnte. Auf dem Weg nach unten trafen wir dann unsere Mitfahrer, die an einer Stadtführung teilnahmen.

DSCF3199Der Hunger trieb uns auf dem Rückweg zum Hostel zu einem kleinen aber feinen Geheimtipp:

Einziges Problem: Jetzt haben wir zwar alles mal probiert, wissen aber immer noch nicht, was wie heißt 😉

 

 

 

Dann ging es auch schon wieder zurück gen Heimat, in einem vollgepackten Auto mit netter Gesellschaft.

Und, wo waren wir?

Monatsrückblick Oktober

Krass, schon wieder ist ein Monat einfach um. Und sogar ein besonderer: der erste Monat „Zusammenleben“. Es klappt trotz der beengten Verhältnisse besser als erwartet, sogar mit positiven Nebeneffekten (- 3 kg) 🙂 Natürlich ist es nicht ganz leicht, so ein kleines Zimmer nicht ins Chaos versinken zu lassen, wenn man zu zweit hier wohnt, aber das schaffen wir so langsam. Und sonst ist es einfach nur schön, zusammen einzuschlafen und aufzuwachen, zusammen zu kochen, viel Zeit zum Reden zu haben und trotzdem noch Sachen allein zu unternehmen.

Andererseits ist mir natürlich auch klar, dass das so kein Dauerzustand ist, der Wunsch nach einer eigenen Wohnung (und vor allem nach Arbeit!) ist ja da. Da hat sich aber leider trotz einiger positiver Entwicklungen im Oktober nichts dran geändert. Also muss ich mich weiter in Geduld üben.

Und sonst? Wir waren bei einem Ball (der ist im Blog auch ganz untergangen, weil ich da bis zum Tag davor kaum drüber nachgedacht hab‘), der inzwischen schon dritte Tanzkurs hat angefangen, ebenso das Semester, das für mich jetzt keine Bedeutung mehr hat.

Viel gelesen hab‘ ich auch und endlich mal wieder was gestrickt – mit neuen scharfen Stricknadeln!

Ich hoffe mal, dass der November ein paar mehr Highlights bereithält…

Der Februar

Tolle Momente gab es in diesem Monat so einige. Ganz oben steht auf jeden Fall der Ball in Heidelberg, das war wirklich ein unvergesslicher Abend.

Richtig gefreut habe ich mich auch, als ich die positiven Antworten für meine Datenanfrage für die Diplomarbeit bekommen habe, langsam aber sich er klärt sich da alles.

Und auch meine Klausur war ein toller Moment. Etwas zu wissen, es formulieren zu können und pünktlich fertig zu sein hat schon was für sich! Mal schauen, ob das Hochgefühl auch noch anhält, wenn ich das Ergebnis bekomme….

Und last but not least hat mir auch der langsam beginnende Frühling einige schöne Momente geschenkt. Ich hatte ganz vergessen, wie schön es sein kann, sich die Sonne auf die Nase scheinen zu lassen und nichts zu tun 😉

Das Wochenende in Bildern

Mein neues Lieblingsstück

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Ich lieeeebe Umhängetaschen, und die hier ist sogar noch richtig fein!

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Der Abschlussball

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Ein kleiner Eindruck, bis ich mehr Bilder habe, dauert es wohl noch ein bisschen. Es war ein toller Abend mit vielen netten Leuten, klasse Musik und einer erfolgreichen Formation. Und so viel Tanzen, dass meine Füße immer noch weh tun 😉 Ach ja, und mit der Erkenntnis, dass Walzer doch ein ziemlich genialer Tanz ist!

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Das Frühstück heute

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Lecker war’s! Auch wenn wir dafür nach nur etwas mehr als sechs Stunden Schlaf schon wieder aufstehen mussten… Dafür schien die Sonne und es fühlte sich ein bisschen an wie Frühling. Endlich!

Aufbruchstimmung

  • Kleid gebügelt und eingepackt
  • Hut gebastelt – Transport ist noch nicht so ganz klar
  • Schlafsachen gepackt (damit war die Tasche eigentlich schon voll)
  • Haare sind gestylt
  • Wegbeschreibung ist ausgedruckt
  • gleich geht’s los 🙂

Soooooooo viele Freundinnen auf einem Fleck hab‘ ich schon lange nicht mehr gesehen 🙂